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Impressed - Produktnews: Enfocus Switch PDF Review

Switch PDF Review

Produktnews vom 25.02.2021

Print-Proofing im digitalen Zeitalter

von Andrew Bailes-Collins, Senior Produkt Manager bei Enfocus

Link zum Original-Artikel in englischer Sprache

Warum wir Druckaufträge proofen

Der Zweck des Proofs eines Druckauftrags ist es, einen Vertrag zwischen dem Drucker und dem Kunden zu erstellen. Es ist eine Vereinbarung, dass der Drucker dem Kunden genau das liefert, was er erwartet. Inhalt, Farbe und Qualität werden vereinbart und eingehalten. Ein Proof beweist dem Kunden, dass die Druckerei die bestellten Materialien wirklich produzieren kann.

Wie es früher war

Historisch gesehen war der Proofing-Prozess eine manuell ausgegebene, physische Darstellung des Druckobjektes. Der Zeitaufwand für die Erstellung eines Proofs war enorm. Im Vergleich zu Produktionsprozessen und nach heutigen Maßstäben kam ein Proof relativ zum Schluss. Das heißt, wenn inhaltliche Änderungen erforderlich waren, hat die Erstellung eines weiteren Proofs den Auftrag um mehrere Produktionsstufen zurückgeworfen.

Das Bedienen einer Druckmaschine war früher ein Handwerk, das nur schwer zu erlernen war. Ein erfahrener, talentierter Drucker konnte sich darauf verlassen, dass ein Proof korrekt war. Die Farbe würde von den ersten gespeicherten Abdrucken bis zum Ende der Auflage genau und konsistent sein. Die Technologie hat sich nur langsam entwickelt, sowohl bei den Farbsystemen als auch bei der Druckplatten-Ausgabe. Die Tatsache, dass die Farbeinstellungen für jede Platte an die Druckmaschine gesendet werden, verbessert das Einrichten und die Anzahl der Abdrücke, die für die Speicherung von Bögen benötigt werden, extrem. Moderne Druckmaschinensteuerungen mit präzisen Qualitätssystemen führen zu weitaus effizienteren Ergebnissen bei der Schulung neuer Druckmaschinenbediener. Das Anpassen eines Proofs wurde insgesamt objektiver.

Zeitleiste Proofing

  • Ende der 1940er Jahre - erstes Overlay-System, GAF Ozachrome
  • 1965 - 3M Color Key
  • 1970er Jahre - aus der 3M-Technologie wurde Kodak Match Print
  • Ende der 1970er Jahre - Dupont Cromalin
  • 1987 - Iris-Tintenstrahl-Drucker
  • 1990er Jahre - Farbstoffsublimation und Lasersublimation
  • 2003 - Softproofing kommt auf
  • 2005 - Erste Spektralphotometer werden in Tintenstrahldrucker integriert
  • 2010 - Die Mehrheit der Hardproofs wird auf einem Tintenstrahldrucker hergestellt

Wie Proofing heute funktioniert

Die Druckindustrie hat kollektiv die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als die PDF-Technologie Einzug in ihre Welt hielt. "Das wird nie und nimmer für einen hochwertigen Druckauftrag funktionieren!" Ebenso schien die Idee, einen Auftrag am Bildschirm statt per Hardproof freizugeben, lächerlich. Es dauerte einige Zeit, bis sich das Softproofing per E-Mail oder Website als akzeptabler Proof durchsetzte. Die Genauigkeit des Softproofs hat sich in den letzten Jahren allerdiungs stark verbessert. Inzwischen ist es normal und wichtig geworden, einen Druckauftrag freizugeben.

Farbkalibrierte Monitore sind eine Voraussetzung für die genaue Beurteilung eines Softproofs. Es besteht jedoch ein großer Unterschied zwischen dem, was Kunden und Designer sehen, und dem, was Drucker entweder in der Druckvorstufe oder an einem Bildschirm an der Druckmaschine sehen. Diese verschiedenen Geräte aufeinander abzustimmen ist die Aufgabe von Farbprofilen, aber es gibt Unzulänglichkeiten in der Umsetzung. Die Verifizierung von Inhalten ist über einen Softproof recht einfach, aber ohne einen Hardproof muss es eine vertraglich definierte Möglichkeit geben, die Farbe zu genehmigen.

Eine Vereinbarung über die CMYK-Mischung und die Angabe von Pantone-Farben sind zwei Ansatzpunkte. Wenn die Farbe für Bilder mit kontinuierlichem Ton kritisch ist, ist der beste Weg, um die Genauigkeit zu gewährleisten, die Bereitstellung eines Hardproofs. Mit der Qualität moderner Digitaldruckmaschinen ist es möglich, nur zwei oder drei Bögen zu drucken und diese dem Kunden als Proof zu präsentieren. Die Zeit, die benötigt wird, um die Dateien in die Druckerei und auf die Druckmaschine zu bringen, beträgt nur wenige Minuten. Die Automatisierung in Verbindung mit der digitalen Drucktechnik erleichtert die Plausibilisierung von Druckbögen als Kontraktproof in Bezug auf Zeit, Kosten und Komfort. Außerdem erhält der Kunde dadurch einen Nachweis über den Prozess.

Soft-Proofing-Methoden

Die heute gebräuchlichen Softproofing-Methoden laufen darauf hinaus, PDF-Dateien per E-Mail zu versenden oder einen Druckauftrag in einem Web-Portal zu rendern. Beide Methoden haben Nachteile. Zum Beispiel gewährleistet keine der beiden Methoden ein Farbmanagement vom Design bis zur Proofanzeige. Selbst bei Einhaltung von ICC-Profilen und Gerätekalibrierung verhindern oft unterschiedliche Anzeige-Umgebungen und Rendering-Engine-Abweichungen eine Farbgenauigkeit. Im Zuge des technologischen Fortschritts wird diese letzte Hürde irgendwann überwunden werden.

Ein PDF per E-Mail zu versenden, kann der einfachste Weg sein, um Kunden Proofs zukommen zu lassen, da keine zusätzliche Software von der Druckerei oder dem Kunden benötigt wird. Das Versenden von PDFs als Softproof per E-Mail hat jedoch einige Nachteile. Die Dateigrößen können zu Problemen mit Anhängen führen. Druckvorstufentechniker reduzieren oder optimieren das Produktions-PDF mithilfe verschiedener Software. Adobe Acrobat Pro verfügt über eine Funktion zur Reduzierung der Dateigröße. Das Betrachten von PDF-Dateien erfolgt auf einer Vielzahl von Geräten, Software und Rendering-Engines. Es gibt keine Möglichkeit, sicherzustellen, dass die Druckvorstufenabteilungen denselben Inhalt auf dem Bildschirm sehen wie der Kunde. Die Transparenz kann eine der größten Unsicherheiten sein, die zu unerwarteten Inhalten beim Druck führt.

Transparenzprobleme durch Überdruck von Weiß

Online-Softproofing erfordert, dass die Druckerei eine Methode zur Bereitstellung dieses Dienstes integriert und pflegt. Die Kosten für einen solchen Service sind relativ gering und er ist für den Kunden bequem. Die Verwendung eines Webportals zur Bereitstellung von Softproofs kann auch einen Nachteil haben. Die Verwaltung von Benutzern, die Administration des Systems und die nahtlose Integration mit Produktionssystemen tragen zum Overhead bei. Wie bei einem per E-Mail versendeten PDF ist die angezeigte Datei wahrscheinlich nicht diejenige, die an den Druck geschickt wird.

Enfocus PDF Review Modul, PitStop Server, Switch

Enfocus hat Druckereien zugehört und ein Online-PDF-Proofing-System entwickelt, welche sich in Web-to-Print, MIS und Produktion integrieren lässt.

Das PDF Review Module ist eine Online-Proofing-Lösung, die den Online-Proofing-Prozess automatisiert. Druckkunden können Produktions-PDFs in einem Browser-Fenster betrachten, ohne dass sie eine Software installieren müssen. Es macht die manuelle Handhabung von PDF-Proofs überflüssig, indem es einen Link per E-Mail versendet, ohne dass eine Benutzerverwaltung erforderlich ist. Die Proof - Überprüfung und -Freigabe erfolgt auf jedem Gerät, welches einen Browser verwendet.

Vorteile des PDF Review Moduls

  • Entlastet das Produktionspersonal von der manuellen Erstellung und Versendung von PDF-Proofs
  • Beschleunigt die Reaktionszeit vom Dateieingang bis zum fertigen Proof
  • Freigaben gehen direkt in die Produktion
  • Der Kunde prüft die Produktions-PDF-Datei
  • Beseitigt die Ungewissheit der Kundenbetrachtungsmethoden
  • Inspektionswerkzeuge können angepasst werden
  • Die Schnittstelle kann an Ihr Unternehmen angepasst werden

Das PDF Review Modul ist ein Enfocus Switch-Modul. Switch ermöglicht es Workflow-Erstellern, digitales Druckproofing mit MIS, W2P und Produktion zu integrieren. Als offene Druckautomatisierungsplattform gibt Switch Druckereien die Möglichkeit, ihre Arbeit so zu automatisieren, wie sie es wünschen. PitStop Server ist die PDF-Preflight-Automatisierungslösung, die eine leistungsstarke Qualitätskontrolle für PDF-Produktionsprozesse ermöglicht.

Preflight und Proofing gehen bei der Auftragsannahme in der Produktion Hand in Hand. Enfocus PitStop Server automatisiert die PDF-Qualitätskontrolle. Einer der Vorteile, die sich aus der Kombination von PitStop Server und dem PDF Review Module ergeben, ist die Preflight-Berichtsfunktion. Die Kunden können die Preflight-Fehler auf dem Proof anzeigen. Es wird explizit angegeben, welche Fehler aufgetreten sind und welche Elemente sie verursacht haben.

Enfocus Switch mit dem PDF Review Modul und PitStop Server ermöglicht es Druckereien, die Herausforderungen bei der Bereitstellung automatisierter digitaler Druckproofs zu meistern. PDF-Dateien werden empfangen, geprüft, E-Mail-Links zu Proofs werden gesendet, Dateien werden nach der Proof-Freigabe verwaltet und die Kommunikation mit bestehenden Produktionssystemen wird ohne menschliche Interaktion durchgeführt.

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