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SWITCH
Produktnews vom 28.04.2008
Peter Camps über Automatisierung
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Peter Camps, Ex-Gründer und neuer Senior Vice President von Enfocus gibt in seinem Artikel über die Möglichkeiten und Chancen zur Automatisierung kompletter Workflows einige interessante Einblicke in seine Visionen und zukünftige Richtung der Entwicklung bei Enfocus.
Automatisierung ist machbar Von Peter Camps 19. März 2008
Einführung Vor einigen Wochen hat EskoArtwork die Übernahme von Gradual Software angekündigt. Die Mitarbeiter, Vermögenswerte und Technologien von Gradual gehen in den Enfocus-Geschäftsbereich von EskoArtwork über. Das daraus resultierende neue Unternehmen firmiert unter der Marke Enfocus als eigener Geschäftsbereich innerhalb der EskoArtwork-Gruppe.
Ich bin in der Position des Senior Vice President Enfocus als Leiter des Enfocus-Geschäftsbereichs für EskoArtwork tätig. In diesem Artikel möchte ich die Beweggründe für den Zusammenschluss zwischen Enfocus und Gradual Software erklären und meine Vision für die Zukunft von Enfocus darstellen.
Das Bedürfnis nach Automatisierung Die Publishingbranche steht unter dem erheblichen Druck, durch die Automatisierung von Routineaufgaben die Produktivität zu steigern, die Vorhersehbarkeit zu erhöhen und Mitarbeiter zu motivieren. Zwar hat die Branche bereits Automatisierungsinseln eingerichtet, aber eine wirklich nachhaltige Automatisierung kann nur erreicht werden, wenn diese Inseln verbunden und durchgängig einheitliche Workflows eingerichtet werden können.
Ein neuer Ansatz ist erforderlich Diese Herausforderung ist besonders groß, weil Texterstellung und Design fast immer in Unternehmen stattfinden, die von den für die Druckvorstufe und den Druck verantwortlichen Unternehmen weit entfernt sind. Darüber hinaus nutzen die verschiedenen Unternehmen oft individuelle und nicht kompatible Software und Workflows. Aufträge fließen in verschiedenen Standard- und Nicht-Standard-Formaten in die nächste Phase des Produktionsprozesses und die so erstellten Daten reichen in der Regel für einen umfassenden Worfklow nicht aus.
Das Beziehungsnetz zwischen den verschiedenen Beteiligten ist sehr komplex und unterscheidet sich je nach dem Standpunkt des Einzelnen. So arbeitet ein Publisher zum Beispiel etwa mit mehreren freiberuflichen Grafikern und jeder dieser Grafiker für mehrere Publisher. Kein zweckgebundenes Workflowsystem kann eine umfassende Lösung für dieses vielschichtige Netzwerk bereitstellen. Deshalb ist ein neuer Ansatz erforderlich, der Lösungen Schritt für Schritt für alle Beteiligten in den verschiedenen Unternehmen bereitstellt, die unterschiedliche Systeme und Tools nutzen.
Das führt uns zu einigen Schlüsseleigenschaften der Lösungen, die Enfocus derzeit vermarktet und für die Zukunft plant:- Kostengünstig hinsichtlich Anschaffungspreis, Implementierung und Schulungen
- Einsetzbar nach dem Schritt-für-Schritt-Prinzip, zunächst begrenzt und dann mit klaren Vorteilen nach jeder neuerlichen Erweiterung
- Umfassende Konfiguration und Anwendung für vielfältige Workflowsegmente in der Druckvorbereitung
- zahlreiche Schnittstellen zu Drittanbietersystemen zur Überbrückung vorhandener Automatisierungsinseln
- Modular ergänzbar und kompatibel mit den besten verfügbaren Drittanbietertechnologien
Diese Philosophie unterscheidet sich von traditionellen Workflowsystemen in der Druckproduktion, die normalerweise Komponenten von einem einzigen Anbieter beinhalten, eine enorme Anfangsinvestition erfordern und sich oft nur auf einen einzigen Workflowbereich konzentrieren. Enfocus möchte die Lücken schließen, die von diesen Systemen nicht berücksichtigt werden und Workflowsegmente im Publishingprozess abdecken, die bisher noch nicht in die allgemeinen Automatisierungsaktivitäten eingebunden wurden.
Voraussetzungen für eine Automatisierung Es gibt drei grundlegende Voraussetzungen für eine umfassende Automatisierung (mit anderen Worten, eine möglichst geringe Intervention durch den jeweiligen Bediener):- Ein Automatisierungsbasisnetz (Backbone) für die Übertragung und Weiterleitung von Jobs
- Jobs (Inhaltsdarstellungen), die bestimmten vereinbarten Qualitätsstandards entsprechen
- Geeignete Metadaten, die den Job begleiten und den automatisierten Prozess informieren
Basisnetz Unser Ziel ist eine Automatisierung für alltägliche Aufgaben in allen Bereichen des Publishing-Workflows, dazu zählen neben der endgültigen Produktionsarbeit beispielsweise auch das kreative Design und die Bearbeitung von Entwürfen. Um dieses breit gefasste Ziel erreichen zu können, sollte das Automatisierungsbasisnetz von einem Systemadministrator oder einem einigermaßen erfahrenen Benutzer leicht zu konfigurieren sein und Schnittstellen zu zahlreichen gängigen Systemen, Tools und Anwendungen einschließlich Kommunikationskanälen ermöglichen.
Die Enfocus SWITCH-Produktfamilie wurde und wird weiterhin mit diesen Zielen im Hinterkopf entwickelt.
Qualität Damit sich Benutzer mit einem automatisierten Prozess wohl fühlen können, sollte der Prozess ein bestimmtes Maß an Qualität im Endergebnis garantieren (und Jobs, die dieses Qualitätsmaß nicht erfüllen, rechtzeitig zur Überprüfung durch den Benutzer aussortieren). Daher ist die Einrichtung und Durchsetzung von Qualitätsstandards (durch Überprüfung und Korrektur) eine Grundvoraussetzung für eine zuverlässige Automatisierung.
Die Enfocus Certified PDF-Technologie - und die Anwendungen, die diese unterstützen - wurden genau zu diesem Zweck entwickelt. Enfocus Instant PDF vereinfacht die Erstellung von PDF-Dateien, die einem bestimmten vereinbarten Standard entsprechen. Enfocus PitStop Server unterstützt die automatisierte Überprüfung (und oft sogar Korrektur) von PDF-Dateien - wenn sie die Entwurfsphase verlassen und/oder bevor sie in die eigentliche Produktionsphase übergehen.
Die hochwertigen Produktionsbearbeitungstools Enfocus PitStop Professional (ein Plug-In für Adobe Acrobat Professional) und Enfocus Neo (eine eigenständige Anwendung) bieten die erforderlichen Überarbeitungs- und Korrekturfunktionen, wenn Probleme auftreten - und für komplexe Aufgabenstellungen, die nicht automatisch gelöst werden können.
Die Web-Community Enfocus CertifiedPDF.net vereinfacht die gemeinsame Nutzung von Qualitätsstandards zwischen den verschiedenen Beteiligten im Workflow.
Metadaten Für einen automatisierten Workflow ist ein strukturierter Austausch sowohl der Inhalte eines Jobs als auch von beschreibenden Informationen zu dem jeweiligen Job erforderlich. Diese beschreibenden Informationen werden üblicherweise als Metadaten bezeichnet. Die Verwendung von Metadaten für die Weiterleitung von Jobs oder die Einrichtung von Prozessparametern ist eine Grundvoraussetzung für eine durchgängige Automatisierung. Außerdem müssen verschiedene Metadatenarten bei der Einrichtung von Schnittstellen zu Drittanbietersystemen unterstützt werden.
Die Enfocus SWITCH-Produktfamilie verfügt über eine Jobweiterleitung und -verarbeitung auf Basis von Metadaten einschließlich verschiedener XML-basierter Standards. Die Enfocus Certified PDF-Technologie bettet die Metadaten in PDF-Dateien ein, um die Qualität zu kontrollieren und einen Überwachungspfad bereitzustellen.
Technologieachsen Durch die Beurteilung einer möglichen Automatisierung in der Publishingbranche werden die verschiedenen Technologieachsen eindeutig festgelegt, die für Enfocus in den kommenden Jahren von Bedeutung sein werden.
Schnittstellen zu Drittanbietersystemen Die Möglichkeiten des Workflow-Backbones müssen durch eine direkte Unterstützung von Technologien wie die SOAP-Kommunikation und SQL-Datenbankabfragen gestärkt werden. Damit sind einfach einzurichtende Schnittstellen zwischen SWITCH und Drittanbieterlösungen wie DAM-Systemen, MIS-Systemen und Redaktions-Workflowsystemen möglich.
Dokumentformate Zwar ist PDF im Publishingmarkt weit verbreitet, aber möglicherweise wird es nicht immer das einzige portable Dokumentformat bleiben. Das von Microsoft entwickelte XPS-Format kann sich beispielsweise zu einem wichtigen Format in Office-Publishingumgebungen entwickeln. Gleichzeitig versprechen neue PDF-relevante Standards wie PDF/A und PDF/E eine verstärkte Verwendung von PDF in neuen Bereichen wie der langfristigen Archivierung und Strukturierung. Natürlich wird Enfocus seine Qualitätssicherungstechnologien auf derartige neue Dateiformate ausweiten.
Metadaten Metadatenstandards wie EXIF, IPTC, XMP, JDF und andere XML-basierte Standards werden in verschiedenen Bereichen des Dokumentflusses eingesetzt. Bisher werden Metadaten mit Ausnahme von sehr großen Systemen (einschließlich den von EskoArtwork vermarkteten) oft zu wenig genutzt - besonders beim Austausch von Jobs zwischen den Systemen. Zukünftige Produkte von Enfocus werden verstärkt auf diesen Bereich setzen, indem sie die Barrieren für den Zugriff und die Verwendung von Metadaten aus dem Weg schaffen.
Qualitätssicherung Das Überprüfen von Jobs anhand vereinbarter Qualitätsstandards bleibt der Schlüssel für eine optimierte Automatisierung. Enfocus wird sein Engagement im Bereich der Prüf- und Korrekturtechnologien für Dokumentinhalte und Metadaten vertiefen und erweitern. Darüber hinaus wird Enfocus Industriestandards und Spezifikationen in diesem Bereich fördern.
Partnerschaften Die zuvor beschriebene offene und modulare Philosophie macht Branchenpartnerschaften besonders wichtig. Die folgenden Abschnitte stellen zwei wichtige Beispiele dar.
Crossroads Enfocus bleibt weiterhin der Crossroads-Community verbunden, die von Gradual Software gegründet wurde, um ein aufeinander abgestimmtes System für Softwarenanbieter bereitzustellen, die Produkte für die Automatisierung von Aufgaben in Publishing-Workflows anbieten. Darüber hinaus erleichtert die Gemeinschaft Publishingmitarbeitern die Einführung der Automatisierung in ihren Umgebungen.
Enfocus engagiert sich insbesondere für die Zusammenarbeit mit anderen, auch konkurrierenden Anbietern, um optimale Schnittstellen zwischen den Produkten dieser Anbieter und der Enfocus SWITCH-Produktfamilie einrichten zu können.
Ghent PDF Workgroup Die Ghent PDF Workgroup, die 2002 auf Initiative von Enfocus gegründet wurde, ist eine internationale Vereinigung nationaler Branchenverbände, Anbieter und Experten, deren Ziel die Einrichtung und gemeinsame Verwendung von Prozessspezifikationen für bewährte Praktiken in Grafikworkflows ist.
Enfocus ist weiterhin ein aktives Mitglied der Ghent PDF Workgroup.
Fazit Enfocus setzt sein Engagement für Urheber von Dokumentinhalten, Dienstleister im Bereich der Druckvorstufe, Publisher und Druckkunden mit innovativen Softwarelösungen fort, die auf den Synergien zwischen den Aktivitäten von Enfocus und Gradual Software aufbauen und von EskoArtwork voll unterstützt werden.
Hinweis: Zukunftsgerichtete Aussagen Dieser Artikel enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Enfocus übernimmt keinerlei Verpflichtung, die dargestellten Produkte und Funktionen tatsächlich bereitzustellen. Dieser Artikel stellt darüber hinaus keine Produkt- oder Funktionsankündigung dar.
Über den Autor Peter Camps begann seine Karriere als Softwareentwickler bei DISC, einem in Gent, Belgien, ansässigen Unternehmen im Bereich der Druckvorstufensysteme für Formulare, Etiketten und Verpackungen. Durch eine Reihe von Übernahmen und Zusammenschlüssen wurde DISC zu einem der Kernbereiche der aktuellen EskoArtwork-Gruppe.
1993 gründete Peter Camps Enfocus Software und war zehn Jahre lang als CEO des Unternehmens tätig. Während dieser Zeit etablierte das Unternehmen seine weithin bekannte Reihe von PDF-Tools am Markt. Danach gründete Peter Camps Gradual Software, um Automatisierungstools für die zahlreichen Phasen der professionellen Publishingaktivitäten zu entwickeln. Die SWITCH-Produktfamilie, die jetzt unter der Marke Enfocus vertrieben wird, ist ein wichtiger erster Schritt in dieser Mission.
Peter Camps ist derzeit als Senior Vice President Enfocus in der EskoArtwork-Gruppe tätig. Ihm gebe das, so sagt er, in mehr als einer Hinsicht das Gefühl, "nach Hause zu kommen".
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